Seminarfachkurs des 12. Jahrgangs baut das "Haus von Aleppo"

„Kommt wir bauen ein Haus“ war das Motto unseres Kurstreffens am Herbartgymnasium. Mit vollbeladener Schubkarre ging es dann bei bestem Wetter in den Herbartpark, um dort unsere im Seminarfach entwickelte Idee in die Tat umzusetzen.

 

Zu Beginn des Schuljahres diskutierten wir die Situation in Syrien, woraus sich der Wunsch entwickelte, sich mit Krisenstaaten im Allgemeinen zu beschäftigen. Wieso herrscht dort überhaupt Krieg oder ein Konflikt? Wer ist daran beteiligt? Welche Folgen haben diese Krisen für die Menschen und das Zusammenleben der Völker? Wie lassen sich Konflikte lösen? Die Beschäftigung mit Problemen in diesen Ländern, auch wenn diese teilweise weit entfernt von Deutschland liegen, hat für uns SeminarfachteilnehmerInnen eine große Bedeutung, denn schließlich führen die Flucht- und Migrationsbewegungen in ganz Europa zu einem Rechtsruck in der Bevölkerung. So entstand unser Halbjahresthema: „Den Fluchtursachen auf der Spur – Ursachen, Folgen und mögliche Lösungsansätze“.

 

Es war unser Wunsch darauf aufmerksam zu machen, wie schlimm die Lebenssituationen der Menschen in den Krisenstaaten ist: So entstand die Idee des Hausbaus. Das Haus von Aleppo soll konstruiert sein, dass dessen Besucher ein beengendes Gefühl bekommen: Im völligen Dunkel wird in einem Videobeitrag exemplarisch die Geschichte von einer syrischen Familie aus Aleppo erzählt. Nach einem kurzen Moment der Stille und Dunkelheit, welche die Nachtruhe simulieren soll, werden dann authentische Tonbänder abgespielt, auf denen das lauter werdende Pfeifen von herunterfallenden Fassbomben, die dann in der näheren Umgebung explodieren, zu hören ist.

 

Eine Genehmigung das Haus von Aleppo am 24. November in der Innenstadt zu präsentieren, ist von der Stadt bereits erteilt worden. Dann wird auch die Projektarbeit präsentiert – Eine Zeitung, die über die Situation in den Krisenstaaten informiert, Fassbomben und mögliche Lösungswege aufzeigt. Der Erlös aus dem Verkauf soll dann zu 100 Prozent der Flüchtlingshilfe zugeführt werden.

 

Die Dokumentation über dieses Projekt wird dann in Form eines Kurzvideos bei dem Schülerwettbewerb zur Politischen Bildung 2018 eingereicht.

 

Janosch Schierke

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