Bilingualer Unterricht

 

Was ist bilingualer Unterricht?

 

Bilingual heißt zweisprachig, bei uns sind damit die Sprachen Deutsch und Englisch gemeint. In einer bilingualen Klasse / Gruppe werden die im Fremdsprachenunterricht erworbenen Sprachkenntnisse in sogenannten Sachfächern praktisch angewendet und auf diese Weise vertieft. Bei uns am Herbartgymnasium betrifft das die Fächer Sport, Musik, Erdkunde, Biologie, Geschichte und das Seminarfach.

 

Welche Ziele verfolgt der bilinguale Unterricht?

 

Fremdsprachenkenntnisse werden immer wichtiger: Europa wächst zusammen, ja, die Welt wächst zusammen und die globalen internationalen Beziehungen gewinnen ständig an Bedeutung. Gerade die englische Sprache spielt als Konferenzsprache in Politik, Wirtschaft und in fast jeder Wissenschaft eine immer größere Rolle. Unsere Schule will frühzeitig interessierte Schülerinnen und Schüler auf diese veränderte Situation vorbereiten.

 

Wie sieht der bilinguale Zug am Herbartgymnasium aus?

 

Unsere Schule hat mit Beginn des Schuljahres 1994/95 bilingualen Unterricht eingerichtet. Dieser beginnt in Klasse 7 mit den Fächern, Sport, Musik und Erdkunde. Mit der Entscheidung dafür legen sich die Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse fest.

 

Welche Fächer werden bilingual unterrichtet?

 

Nach unserem Plan sind dies die Fächer Sport, Musik und Erdkunde in Klasse 7, Erdkunde in den Klassen 7 und 8, Biologie in den Klassen 8 bis 10 und Geschichte in den Klassen 9 bis 11 ebenso wie in der gymnasialen Oberstufe (Qualifikationsphase: Jahrgänge 12 und 13). Gleichzeitig bleibt für alle am bilingualen Unterricht teilnehmenden Schülerinnen und Schüler das an unserem Gymnasium übliche Angebot erhalten. Die Schülerinnen und Schüler können also weiterhin als zweite Fremdsprache Französisch oder Latein wählen und auch in die InTech-Klasse gehen.

 

Werden die Anforderungen in den Sachfächern erhöht?

 

Inhaltlich erfolgt bilingualer Unterricht auf der Grundlage der Curricula für die jeweiligen Unterrichtsfächer. Natürlich werden Fachvokabeln und Redewendungen benötigt, von denen aber ein Großteil auch im „Alltagsenglisch” vorkommt. Damit die Schülerinnen und Schüler auch komplizierte Sachverhalte richtig verstehen, wird auch einmal deutsch gesprochen. Im Allgemeinen gilt der Grundsatz: so viel Unterricht in der Fremdsprache wie möglich, so viel in der Muttersprache wie nötig.

 

Wie werden die Leistungen in den Sachfächern beurteilt?

 

Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung erfolgen auf der Grundlage der für das jeweilige Sachfach festgelegten Bewertungskriterien. Dies gilt auch für die schriftlichen Arbeiten, die den Wissensstand in den jeweiligen Sachfächern widerspiegeln. Gerade am Anfang darf man natürlich auch einmal auf Deutsch antworten.

 

Kann die Entscheidung rückgängig gemacht werden?

 

Mit dem Unterricht in Klasse 7 legt sich ein Schüler fest, am bilingualen Unterricht bis Klasse 11 teilzunehmen. Nur in besonders begründeten Einzelfällen kann am Ende eines Schuljahres ein Wechsel in eine nichtbilingual unterrichtete Parallelgruppe erwogen  werden. Aus diesem Grund muss die Entscheidung wohl überlegt sein und wir empfehlen ein Beratungsgespräch an unserer Schule.

 

Wie geht es in der Oberstufe weiter?

 

Mit dem Schuljahr 1998/99 wurde der bilinguale Unterricht auch in der Oberstufe weitergeführt. Ab dem 12. Jahrgang tritt eine wichtige Änderung ein: Der bilinguale Unterricht findet nur in einem Fach statt, nämlich in Geschichte. Wer also weiterhin dieses Angebot wahrnehmen möchte, muss dies im Fach Geschichte in einem Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau tun. Seit 2001 kann man am HGO in Geschichte die mündliche Abiturprüfung auf Englisch ablegen.

 

Bilinguales Lehren und Lernen bedeutet:

 

  • die Überwindung traditioneller Fachgrenzen, indem fachspezifische Inhalte mit Hilfe einer Fremdsprache erschlossen werden.
  • dass die Fremdsprache nicht der eigentliche Lerngegenstand, sondern Mittel der Kommunikation ist.
  • eine Stärkung der Schülerinnen und Schüler in ihrem fremdsprachlichen Denken und Handeln und somit eine Steigerung der kommunikativen als auch der interkulturellen Kompetenz.
  • eine Steigerung der Effizienz im schulischen Fremdsprachenerwerb.

 

Bilinguales Lernen ist ein Erfolgsmodell

 

  • Bilinguales Lernen ermöglicht, dass die Fremdsprache funktional in der Schule erlebt wird.
  • Laut der DESI-Studie (Deutsch-Englisch-Schülerleistungen-International) aus dem Jahr 2003/2004 verschafft die Teilnahme am bilingualen Sachfachunterricht den Schülerinnen und Schülern einen deutlichen Kompetenzvorsprung in vielen Bereichen.
  • Bilinguale Klassen zeigen überdurchschnittliche Leistungen in der mündlichen Kommunikationsprüfung EuroKom in Klasse 10.
  • Bilinguales Lernen gewinnt im Fremdsprachenunterricht im Hinblick auf das zusammenwachsende Europa immer mehr an Bedeutung.

Nächste Termine


31
Mar
Theater "Romeo und Julia"
19:00 Uhr
Aula
02
Apr
Theater "Romeo und Julia"
17:00 Uhr
Aula
10
Apr
Osterferien
bis 22.04.2017

Die vollständige Terminübersicht finden Sie hier.

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