Der Utopie ein Stück näher: Ein Religions-Projekt der Klasse 8a

Ein Artikel von Maya Battiste, Katharina Lesting und Margitta Berghaus

 

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a des Herbartgymnasiums, haben uns im zweiten Schulhalbjahr 2016/17 unter der Leitung unserer Religionslehrerin Frau Berghaus mit der Rolle von Propheten im Alten Testament beschäftigt. Diese Männer und Frauen haben zu ihrer Zeit Missstände in der Gesellschaft kritisiert, unter denen Menschen zu leiden hatten (z.B. die weite Schere zwischen Arm und Reich). Um zu zeigen, dass es auch heute viele Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft gibt, haben wir verschiedene, vielseitige und kreative Projekte zum Thema „Utopien – Die Welt zu einem besseren Ort machen“ geplant und durchgeführt.

 

Unter dem Wort „Utopie“ versteht jeder etwas Anderes. Allen Definitionen gemeinsam ist jedoch, dass eine utopische Welt so gut, fast schon perfekt ist, dass ihre Verwirklichung nicht realistisch ist. Weil wir uns aber dachten, dass auch kleine Schritte wichtig sind, haben wir uns Projekte überlegt, die uns einer perfekten Welt, der Verwirklichung unserer Utopie, näherbringen sollten. Die Ideen für unsere Projekte haben wir selbstständig entwickelt und auch ihre Planung und Durchführung lag in unserer Hand. Tatkräftig unterstützt wurden wir dabei durch unsere Lehrerin.

 

Wir haben sehr unterschiedliche Projekte durchgeführt. Zwei Gruppen, deren Projektziel es war, Mitarbeitern und Pflegebedürftigen in einem Seniorenheim zu helfen, berichteten davon, wie schön es gewesen sei, diesen Menschen durch Spiele oder Gespräche einen schönen Tag zu bescheren, dass es jedoch gleichzeitig auch traurig gewesen sei, wie sich die alten Menschen in den Einrichtungen teilweise fühlen, oder zu hören, was sie bedrückt. Die Senioren waren alle sehr erfreut über diesen abwechslungsreichen Tag, an dem wir mit ihnen Dosenwerfen und andere Spiele gespielt haben. Zwei andere Gruppen sind am Wochenende in die Fußgängerzone gegangen. Die eine Gruppe hat Personen gefragt, wie sie sich eine perfekte Welt vorstellen und was sie selbst tun könnten, damit dieser Traum wahr wird oder man ihm zumindest ein bisschen näher kommt. Die andere Gruppe hat in dem Projekt „Gefühlsdusche“ Paare oder Zweiergruppen dazu aufgefordert, sich gegenseitig schöne Dinge zu sagen, um den anderen glücklich zu machen. Beide Projekte hatten zum Ziel, den Leuten zu zeigen, wie einfach es sein kann, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, und haben bei einem Großteil der Befragten eine sehr positive Reaktion hervorgerufen.

 

 

Komplimente eines befragten Paares im Projekt „Gefühlsdusche“
Schüler der 8a mit einem Mitarbeiter
eines Oldenburger Outdoor-Ausrüsters
Spenden für obdachlose Oldenburger

Fünf Schüler haben an einem Wochenendtag das Waisenstift in Varel besucht. Sie haben sich gefreut, einige fröhliche und unbeschwerte Stunden mit den dort lebenden Kindern und Jugendlichen verbringen zu können, und haben erkannt, wie wertvoll eine unbeschwerte Kindheit ist. Eine sechste Gruppe hat mit der Sprachlernklasse des Herbartgymnasiums eine Stadtrallye durchgeführt und den Schülerinnen und Schülern dabei Oldenburgs Busnetz erklärt und Oldenburgs Parks und wichtige Gebäude gezeigt. Die positive Rückmeldung unserer Sprachlernschüler war eindeutig: Das hat Spaß gemacht! Eine weitere Gruppe konnte im Tierheim Ganderkesee den Tierpflegern unter die Arme greifen und den Tieren durch Pflege und Versorgung helfen. Eine achte Gruppe hat sich schließlich sehr für die Bedürfnisse von obdachlosen Oldenburgern engagiert. Mit großzügiger Unterstützung eines Oldenburger Outdoor-Ausrüsters konnten sie mehrere Isomatten und Schlafsäcke kostenlos bereitstellen. Aus den zusätzlich gesammelten Geldspenden wurden Hygieneartikel (Zahnpasta und Zahnbürsten, Duschgel etc.), neue Unterwäsche und Socken sowie Tierfutter angeschafft. Zusätzlich wurden privat auch noch umfangreiche Kleider- und Schuhspenden gesammelt und der Diakonie an der Nadorster Straße übergeben.  

 

 

Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben oder hoffen, erreicht zu haben. Wir sind selbst aktiv geworden und haben versucht, Bedürftigen zu helfen, Menschen glücklich zu machen und sie zum Nachdenken zu bewegen. Und soweit wir es beurteilen können, ist uns das mit unseren Projekten – zumindest im Kleinen – auch gelungen.

Nächste Termine


24
Nov
Lange Nacht der Mathematik

Aula
06
Dec
Vorlesewettbewerb der 6. Klassen
vormittags
15
Dec
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19:00 Uhr
Aula

Die vollständige Terminübersicht finden Sie hier.

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