Von Verdruss keine Spur

07.09.2017

 

Mit „Wow, ich hätte nicht gedacht, dass es doch noch so große inhaltliche Unterschiede zwischen den Parteien gibt“ oder „Toll, dass sich Politiker drei Wochen vor der Wahl so viel Zeit für unsere Fragen nehmen“, wurde die Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl am HGO von einigen Schülerinnen und Schülern in der Nachbesprechung bewertet.

 

Zuvor haben sich fünf Direktkandidaten, der aktuell im Bundes- oder im Landtag vertretenen Parteien unseres Wahlkreises den Fragen der SchülerInnen gestellt. Dafür hatten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor auf zwei Themenschwerpunkte festgelegt: „Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus“ und „Wie kann man die Erde wieder nachhaltig schützen?“.

In Bezug auf die Klimapolitik, haben alle Parteivertreter deutlich gemacht, dass sie dieselbe Zielvorstellung haben. Unterschiede gibt es eher bei dem Weg bzw. der Herangehensweise der Parteien. In diesem Zusammenhang wurden die Art der Landwirtschaft, die Energiewende, die Braunkohleförderung und vor allem der Verbrennungsmotor zwischen den Parteivertretern diskutiert.

 

Sehr viel kontroverser hingegen war die Diskussion über die Zukunft der Arbeit. Während Herr Albani (CDU) und Herr Krummacker (FDP) die Meinung vertraten, dass sich die Arbeitsplätze durch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung kaum reduzieren, sondern nur verändern werden, gehen Herr Rohde (SPD), Frau Ali (LINKEN) und Herr Meiwald (GRÜNEN) davon aus, dass sehr viele Arbeitsplätze vor allem im Niedriglohnbereich wegfallen werden. Hier sei es umso wichtiger, dass Deutschland auf gute Bildung setze, so Meiwald. Um mit der Digitalisierung mitzuhalten zu können, waren sich die Politiker einig, dass der Breitbandausbau stärker forciert werden müsse. Vor allem das Ammerland hätte da im Vergleich zu Oldenburg enormen Nachholbedarf, so Albani. Frau Ali betonte, dass die besondere Herausforderung darin läge, die Produktivitätsgewinne der Roboter und Maschinen auf alle Teile der Gesellschaft zu verteilen, so dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinander gehe.

 

Nachdem die fachlich gut vorbereiteten Moderatoren Maximilian Kürten und Jannis Hoffmann aus der 10i durch Schwerpunktthemen geleitet haben, gab es noch ausreichend Zeit für Publikumsfragen. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich hier gut vorbereitet und löcherten die Politiker mit sehr überlegten Fragen. Dabei wurde deutlich, dass die SchülerInnen am HGO alles andere als politikverdrossen sind, sondern ihre demokratische Verantwortung als Wähler sehr ernst nehmen. Am 24. September ist es dann soweit und vielleicht hat die Podiumsdiskussion dazu beigetragen, dass jeder Erstwähler überzeugt sein Kreuz an der für sie/ihn richtigen Stelle setzt.

Nächste Termine


25
Sep
Klassenfahrt der 5. Klassen
bis 29.09.2017
Lingen
25
Sep
Kursfahrten des 12. Jahrgangs
bis 29.09.2017
Barcelona, Newcastle o. Venedig
26
Sep
Exkursionen der 10. Klassen nach Esterwegen
bzw. 28.09.2017

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