Der Geschichtskurs (erhöhtes Niveau - Jahrgang 12) des HGO leistet einen beachtlichen Beitrag zur Erinnerungskultur.

Im Rahmen der "Living History" - Reihe, die vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg und dem Gedenkkreis Wehnen im Zusammenhang mit dem Holocaust-Gedenktag 2017 organisiert wurde, beteiligte sich der Kurs von Frau Baumgartner mit dem Projekt, das im Flyer der "Living History"- Reihe folgendermaßen vorgestellt wurde:

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Bis zu dieser Veranstaltung im PFL haben die Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses fünf Monate lang sehr intensiv gearbeitet, nicht nur im Unterricht, sondern auch an außerschulischen Lernorten und in ihrer Freizeit. Sie haben die Krankenakten von vier Euthanasieopfern der "Heil- und Pflegeanstalt Wehnen" durchgearbeitet, ihre Leidensgeschichten erforscht und diese in drei "blauen Büchern" festgehalten, die sie am 25. Januar 2017 im Rahmen der Veranstaltung Auf einmal war Geschichte so nah! der stellvertretenden Vorsitzenden des Gedenkkreises Wehnen Frau Harms-Kranich überreichten.

 

 

Caleb Grönemeyer und Hannah Engelhard übergeben das Buch über die Zwillingsschwestern Dorothea und Olga Degen.
Timothy Machner übergibt das Buch über das Euthanasie-Opfer Remmer Eilts.

Die Gedenkstätte "Alte Pathologie" ist eine Gedenk- und Dokumentationsstätte für Opfer der Euthanasie der "Heil- und Pflegeanstalt Wehnen". Opferschicksale sind dort in "roten Büchern" festgehalten (s. Foto auf dem Flyer). Diese "roten Bücher" sind von Verwandten oder Bekannten der Opfer verfasst worden, die an diese Menschen und ihr schreckliches Schicksal erinnern wollten. Sie haben diese Opfer dort als Persönlichkeiten dargestellt und ihnen damit ein Stück Würde zurückgegeben.

 

Genau das zu tun, war auch das Anliegen des Geschichtskurses. Die Schülerinnen und Schüler wollten Opfer-Schicksale aus der Anonymität der Krankenakten an die Öffentlichkeit bringen. Sie haben dafür den Slogan gewählt "Von Nummern zu Namen". Da die Schülerinnen und Schüler keine Augenzeugen mehr sind, die Opfer nicht persönlich kannten, mussten sie sich ihnen auf wissenschaftliche Art nähern. Die Bücher, die sie erarbeitet haben, unterscheiden sich deshalb auch in der Farbe. Mit ihnen haben die Schülerinnen und Schüler den Anfang einer neuen Art des Erinnerns gemacht.

Merle Weiler stellt das Schicksal des Euthanasie-Opfers Else Tippmann vor.

Neben der Würdigung der Opfer in der PFL-Veranstaltung haben die Schülerinnen und Schüler auch in der einstündigen Rundfunksendung Masl Tov ihr Projekt auf Oeins (Sendetermin 25.01.2017) vorgestellt. Siehe auch NWZ-Artikel vom 26.01.2017

Die beteiligten Schülerinnen und Schüler: Antonia Brandt, Hannah Engelhard, Lea Gerken, Caleb Grönemeyer, Pia Grothuisen, Roméa Güttler, Simon Heeren, Moritz Kleen, Timothy Machner, Abdel-Malik Maghraoui, Lena Müller, Edda Pohl, Marie Reinking, Lennart Sahm, Hanna Schwerter, Christopher Tönjes, Justus Trost, Jette van Daak, Christoph Walter, Merle Weiler, Mareen Winter

Heide Baumgartner

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