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Besuch bei den Norddeutschen Seekabelwerken

 

Am Mittwoch den 21. April 2010 besuchten wir, die Klasse 9d, die Norddeutschen Seekabelwerke Nordenham GmbH. Die Betriebsbesichtigung gewannen wir durch die Teilnahme an einem von der Wirtschaftsjunioren der IHK Oldenburg organisiertem Online-Wirtschaftsquiz im Rahmen des Unterrichts im Fach Politik-Wirtschaft bei Frau Hollinderbäumer.

Nach ca. einstündiger Anreise mit dem Bus und einem freundlichen Empfang durch Frau Conje, ein Mitglied der Wirtschaftsjunioren, hörten wir uns einen Vortrag mit Film über die Norddeutschen Seekabelwerke Nordenham GmbH an. Die 1899 auf Anregung des Deutschen Kaisers von der Deutsch Atlantischen Telegraphengesellschaft und Felten & Guileaume gegründeten Norddeutschen Seekabelwerke gehören seit dem Jahre 2007 der General Cable Company AG an und sind Teil von 46 Werken in 26 Ländern mit weltweit 12.696 Mitarbeitern, davon ca. 500 in Nordenham.

Die Aktiengesellschaft erwirtschaftete 2008 bei einem Umsatz von 4.460 Millionen € einen betrieblichen Gewinn in Höhe von 302 Millionen Euro. Die Aufgabenbereiche des Betriebes in Nordenham liegen bei der Produktion, Verlegung und Reparatur von Seekabeln, unter anderem zwischen Schweden und Finnland, Borkum und dem norddeutschen Festland, sowie zwischen Amerika und Europa in einer Wassertiefe bis zu 6000 Metern. Weitere Aufgaben der Firma bestehen in der Produktion von Luft- und Blitzableiterkabeln, der Herstellung von Industriefiltern z.B. in Kläranlagen und Kunststoffprodukten. Hauptkunden von NSW sind Energieversorger, Windparkbetreiber, Öl- und Gasindustrie, sowie Telekommunikationsunternehmen. Seekabel sind in der Lage optische Daten zu übertragen und bei der Tsunami- und Terrorwarnung zu helfen. Sie bestehen aus Glasfasern, die ca. 1/8 cm messen, sowie aus anderen Fasern und Leitungen mit anderen Aufgaben und einer Schutz- oder Isolationsumhüllung. Das Übertragungsmedium Seekabel, welches Informationen vom Sender zum Empfänger transportiert, zeichnet sich besonders durch seine Sicherheit, Zuverlässigkeit und preiswerte Produktion und Instandhaltung aus. Durch diese Vorteile lösten die Seekabel den Satelliten als Übertragungsmedium fast vollständig ab.

Nach Erhalt der allgemeinen Informationen über NSW informierten uns angehende Mitarbeiter des Norddeutschen Seekabelwerkes Nordenham und die Personalchefin über die unterschiedlichen Ausbildungen im Betrieb, wie z.B. die Ausbildung zum Industriekaufmann / zur Industriekauffrau und zum Elektroniker / zur Elektronikerin für Betriebstechnik, sowie über die Anforderungen an einen angehenden Mitarbeiter von NSW. Außerdem bietet NSW ein duales Studium an, d. h. eine Lehre verbunden mit einem Studium an der Berufsakademie in Vechta und dem Erwerb des Bachelor of Arts auf Kosten der Firma.

Im Anschluss an den Vortrag sowie eine Sicherheitsbelehrung – wir mussten alle eine Sicherheitsbrille tragen - erhielten wir eine Führung durch die verschiedenen Produktionshallen. Während der Führung fiel uns das Stillstehen der meisten Maschinen auf, was uns die Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise bewusst machte. Zudem wurde uns erklärt, dass durch Einsparungen der flexiblen Kapazitäten, d. h. durch die Nutzung von Arbeitszeitkonten und durch Entlassen von Zeitarbeitern, die Anzahl der Mitarbeitern von ca. 550 auf 500 reduziert wurde.

Nach der sich anschließenden Einladung zum Mittagessen in der Betriebskantine fuhren wir mit dem Bus zurück nach Oldenburg.

Der Besuch in den Norddeutschen Seekabelwerken Nordenham GmbH brachte uns Erkenntnisse über die außer- und innerbetrieblichen Abläufe und Aufgaben von NSW und über die Auswirkungen der auch bei NSW zu bemerkenden weltweiten Wirtschaftskrise.

Annika Möhlenbrock, Imke Kappernagel, Michèle Rossow

 

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