Jan Peters und Lars Schwarzstein

ZUM HAUSENTWURF

Erdgeschoss: 59,49 m²
Obergeschoss: 60,59 m²
Gesamt Wohnfläche: 120,08 m²

Nicht zu übersehen ist die spezielle Dachkonstruktion des Hauses. Sie bietet durch ihre markante, betont sachlich Form zum einen einen ästhetischen Architektureindruck, zum anderen hat sie einen praktischen Energiespar- und Wellnessaspekt für die Bewohner des Hauses. Die gesamte Dachfläche des Hauses wird im Sommer sowie im Winter ständig von der Sonne beschienen, da sie genau in Südrichtung ausgerichtet ist. Die großen Panoramadachfenster leiten die energiereichen und angenehmen Sonnenstrahlen in eine überdurchschnittliche Anzahl von Räumen weiter. Besonders hervorzuheben ist dabei das Schlafzimmer im 1. Stock, das durch die Dachfenster trotz seiner Nordlage mit Licht durchstrahlt wird. Die Dachfenster führen hierbei noch zu einem sehr wünschenswerten Nebeneffekt: Bei Nacht scheint man im Bett direkt unterm Sternenhimmel zu liegen!

Auch die Raumaufteilung ist gelungen: Da die Familie, die das Haus bewohnen soll, zwei Kinder mit völlig unterschiedlichem Alter (14 und 3 Jahre) besitzt, wurde das Zimmer des älteren Kindes gewollt in das Erdgeschoss gelegt, um kaum auszuschließenden Konflikten schon durch den Abstand voneinander vorzubeugen. Das Zimmer des Kindes liegt außerdem direkt neben dem der Eltern, um den erhöhten Sorgeansprüchen des Kleinkindes gerecht zu werden.

Auf jeden Fall einen genaueren Blick wert ist auch der Wintergarten des Hauses. Auch er nutzt die Südlage optimal aus. Darüber hinaus vergrößert er durch den Wanddurchbruch das Wohnzimmer, das leider etwas eng geraten ist. Mit seiner Lage wird der Wintergarten bestimmt zu einem Treffpunkt der Familie.

Solch ein Treffpunkt könnte auch der sich an der Front des Hauses befindende große Balkon werden. Trotz seiner Nordlage ist er anziehend. Er bildet zudem einen architektonischen Ausgleich zu der doch sehr steil- und hochaufragenden Hauswand, indem er sie sinnvoll untergliedert. Außerdem dient der Balkon gleichzeitig als Überdachung des Eingangsbereichs und kann gegebenenfalls auch als Carport genutzt werden.

Als weiteres Stilmittel an dieser Wand dienen die runden Fenster am Dachansatz. Durch ihren starken Kontrast zur eckigen Hausstruktur stechen sie besonders hervor und lockern den Gesamteindruck auf.

Erwähnt werden sollte noch der große Keller, der viel Platz für Hobby, Freizeit und Fitness bietet. Auch Elektrogeräte wie Gefriertruhe und Waschmaschine finden hier Platz.

Gesondert zu nennen ist noch das große Bad. Hier finden alle Familienmitglieder genügend Platz und die großzügige Ausstattung verspricht hohen Wohnkomfort.

Vorteilhaft ist auch, dass sowohl die Waschküche im Keller, die Küche und Toilette im Erdgeschoss als auch das Bad oben genau übereinander liegen, so dass nur eine Hauptwasser- bzw. Abwasserleitung benötigt wird.

Ingesamt wirkt der architektonische und praktische Gesamteindruck überzeugend, und dies, obwohl die maximale Wohnfläche noch lange nicht erreicht wird und trotzdem alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kommen werden.

ZUM PROGRAMM UND ZUR AUFGABE

Insgesamt fanden wir die Arbeit mit dem Hausdesigner interessant, lehrreich und auch spaßig.

Allerdings wurde unser Elan oft dadurch gedämpft, dass das Programm sehr schnell an seine Grenzen stieß und die Bedienung erst nach langer Einarbeitszeit vollständig verständlich ist.

Besondere Probleme hatten wir und auch andere Mitschüler mit dem Aufsetzen von Dächern. Wählt man nicht gerade ein langweiliges Standartdach, benötigte man oft mehrere Anläufe, um ein befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Dabei macht sich natürlich auch schnell Frust bemerkbar.

Auch bei der Einrichtung zeigten sich Probleme. So wollte das Programm z.B. Möbel nicht mehr in das gewählte Geschoss setzen. Erst sehr spät stellten wir fest, dass sich der Cursor wunderlicherweise auf der Höhe –10, also weit unter dem Haus, befand. Noch länger dauerte es diesen Fehler zu beheben. Man muss nur die rechte Maustaste gedrückt halten und die Maus bewegen um die Höhe zu verändern. Die Zeit, die bei der Sucherei draufging, fehlte uns natürlich sehr. Daher sollten folgende Schülergenerationen auf dieses Problem und seine Lösung hingewiesen werden.

Außerdem suchten wir einige nützliche Einrichtungsgegenstände, wie z.B. eine Sauna oder Solarzellen vergeblich, obwohl es völlig unnötige Gegenstände zur Genüge gibt. Wer zum Teufel benötigt schon einen Formel-1-Wagen (neben unserem Haus zu bewundern!) oder 10 verschiedene Surfbrettausführungen! Natürlich könnte man noch viel mehr Fehler aufzählen, jedoch würde dies unsere Dokumentation sprengen.

Die Arbeit führte zudem zu einem beachtenswerten Nebeneffekt: Die Klassengemeinschaft wurde ungemein gesteigert! So kam es in den letzten Tagen oft dazu, dass sich ein Großteil der Klasse sich am Nachmittag manchmal bis in den späten Abend im Computerraum traf. Es wurden viele Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse auch außerhalb der Arbeit ausgetauscht. So wurde gleichzeitig das vielbeschworene Teamwork erlernt.

Trotz all dieser positiven Aspekte fanden wir die Arbeitszeit etwas zu kurz. Es war doch eine längere Eingewöhnungszeit in die Feinheiten des Programms nötig als gedacht und eine vollständige Einrichtung war nur durch extreme "Überstunden" fertigzustellen. Das Tutorial half bei der Einarbeitung kaum weiter, da es Themen oft nur oberflächlich behandelte und sehr viele Informationen liefert, die in einer so kurzen Zeit kaum zu merken sind. Wie schon gesagt verweilten viele bis in die späten Abendstunden in der Schule, um ihr Projekt zu bearbeiten.

Allerdings überwiegen für uns abschließend die Vorteile der Arbeit mit dem Computer. Und wir raten zu einer Fortsetzung dieser Unterrichtseinheit in folgenden Klassen. Uns persönlich hat die Arbeit Lernerfolg erzielt und auch, trotz einiger Rückschläge, Spaß gemacht.